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Teil 10: Indonesien 1 - Sumatra - Columbus Reisetagebuch
Columbus Reisetagebuch

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt (Lao Tse)

Teil 10: Indonesien 1 – Sumatra

Reise durch Sumatra  –  vom 2. – 17. August 2019

Der Start in Indonesien beginnt mit einem zwei tägigen Hotelaufenthalt in Dumai, um auf die Ankunft unseres gecharterten Tugbootes mit unseren Wohnmobilen drauf zu warten. Da der Schlepper über die Strasse von Malakka mit 2 bis 9 km/h unterwegs ist, sind wir mit der Verschiffung vier Tage beschäftigt. Es sind lange Tage in weniger tollen Hotels. Für die Tugboot- Mannschaft, zu der ich übrigens auch gerne gehört hätte, mit viel Ungewissheit verbunden, wann das Boot endlich losfahren würde – denn plötzlich werden noch Reparaturen an der Dieselpumpe des Schleppers fällig und eine neue Waschmaschine muss offenbar auch her. Auch die Tidenhöhe muss stimmen. So werden schnell 26 Stunden Wartezeit für die Abfahrt und nachher 32 Stunden auf „hoher See“ daraus.

 

 

Na, wir haben’s alle überlebt. Und der Empfang auf indonesischer Seite mit Musik, Tanz und Blumenkränzen – und natürlich Selfies bis zum Abwinken war sehr herzlich und ein Erlebnis für sich.
An den indonesischen Strassenverkehr und die Fahrweise müssen wir uns zuerst gewöhnen. Da wir links gesteuert unterwegs sind, ist auch der Beifahrer extrem gefordert. Unter ständigem Hornen und unzähligen Überholversuchen von langsamen Holzlastern und Mofas ohne Ende sind wir nach 250 Kilometer froh, an unserem ersten Ziel in Rantauprabat angekommen zu sein. Auch dort findet eine Begrüssungszeremonie statt. Leider ohne uns, denn wir gehören wieder einmal nicht zu den ersten. Am Abend kommen noch Kinder aus der nahen Umgebung zu uns, um angeblich ihr Englisch anzuwenden – oder einfach aus Neugierde. Denn so ein Erlebnis haben sie wahrscheinlich nicht alle Tage.

 

 

Am nächsten Morgen reihen wir uns wieder in den Monsterverkehr ein. Mit einer Abkürzung über eine tolle Passtrasse erhoffen wir, dem mühsamen LKW – Langsamverkehr und den nervenaufreibenden Überholmanövern zu entkommen. Die Rechnung wäre beinahe aufgegangen, wir kämpfen uns tapfer über schmale Strässchen, durch Dörfer mit tief hängenden Stromkabeln bis hinauf zu einer sehr engen Passtrasse. Leider ist neben uns auch extrem viel Gegenverkehr unterwegs und ein Ausweichen auf der einspurigen Strecke ein mühsames Unterfangen. Nach einigen solcher Ausweich- Prozederes ziehen wir einen Schlussstrich unter das Unterfangen und wenden unser Gefährt. Auch das ist ein Unterfangen für sich!!!

 

 

Schade, die Strecke ist landschaftlich sehr toll. So fahren wir die ganze Strecke bis zur Hauptstrasse wieder zurück und haben somit leider einen Megafahrtag vor uns. Durch unzählige Palmölplantagen und Städte mit dichtem Verkehr kämpfen wir uns tapfer bis zum Tobasee durch. Wir sind insgesamt 12 Stunden unterwegs und kommen bereits im Dunkeln an den Stellplatz. Am nächsten Morgen wäre ein Trekking zu Orang Utans angesagt. Leider wieder verbunden mit einer 14- stündigen Fahrzeit in einem Reisebus, mit Start um 5 Uhr und Ankunft um Mitternacht. Uiii!!! Wir sind einfach nicht zu haben für diese ständige Fahrerei, so lassen wir es sausen. Schade, ich habe mich sehr auf das Orang Utan – Trekking gefreut!

 

 

Statt dessen unternehmen wir am Tag drauf eine Bootsfahrt auf dem Toba See, einer der grössten Kraterseen weltweit. Hier fand vor Jahrmillionen eine der gewaltigsten Vulkanexplosionen statt, die die Welt bislang erlebte. Zurück blieb ein Kratersee mit 529 Metern Tiefe und der zweifachen Grösse des Bodensees. Umrahmt von einer dramatischen schönen Bergkulisse mit vier um die 2000 Meter hohen Vulkankegeln liegt der See selber auf 910 Metern über Meeresspiegel und wartet wir einem extrem angenehmen Klima auf. So ist die ganze Region eines der beliebtesten Erholungsgebiete der ganzen Insel.
Die Bootsfahrt auf diesem riesigen Kratersee ist toll, doch die Touristenattraktionen auf der Kraterinsel Samosir erinnern uns sehr stark an ein Völkerkunde- Museum und können uns nicht wirklich begeistern. Das Volk der Batak, eine altmalaiische Kultur hat trotz christlicher Missionierung bis zur Ankunft der Holländer ihre Lebensweise mit Adligen, Freien und Sklaven und ihre animistische Religion inklusive rituellem Kannibalismus verbunden mit Kopfjägerei beibehalten können. Heute geblieben sind bloss noch der Häuserstil mit den speziellen geschwungenen Satteldächern und die behauenen Steine als Zeugen einer megalithischen Kultur. Auf dem Dorfplatz zum Beispiel stehen steinerne Stühle und Tische zum Empfang der Ahnen. Das Gewässer des Toba Sees betrachteten die Batak als mystischen Nabel der Welt.

 

 

Auf der Weiterfahrt nach Bukittinggi legen wir in Panyabungan einen technischen Zwischenhalt ein. Die Strecke ist landschaftlich reizvoll, mit Reisfeldern, kleinen Marktflecken und sogar Dschungelgebieten. In Panyabungan werden wir vom Bürgermeister und seiner Entourage offiziell eingeladen. Ein wichtiges Kriterium, um das Amt eines Bürgermeister zu bekleiden scheint neben Geld auch das gesangliche Talent mitzuspielen. So singen uns der Bürgermeister himself und seine Frau einige indonesische Lieder vor. Natürlich bleibt es nicht bloss bei Gesang und Musik, ein ganzes Buffet mit indonesischen Leckereien ist aufgebaut, und später kommen wir noch in den Genuss einer Vorführung auf den grossen Trommeln. Am Nachmittag fand hier nämlich ein grosses Trommelfest mit 43 Bands statt. Natürlich verbunden mit vielen Fotos, Publicity und Selfie- Orgien. Sogar ein kleines „Feuerwerk“ wird geboten. Besser hätten sie ein bisschen mehr in den Strassenbau investiert, denn die sind teilweise sehr unterirdisch.

 

Fahrt nach Bukittinggi

 

Am Empfang von Pandyabungan

 

Am heutigen 8.8. 2019 ist ein spezieller Tag – wir überqueren mit unserem “Dicken” das erste Mal den Äquator. Dieser liegt hier auf Sumatra überraschender Weise in einem hügeligen Dschungelgebiet. Auch die Fahrt nach Bukittinggi führt durch Urwald und kleine Dörfer mit landwirtschaftlicher Prägung.

 

 

Da am 17. August der indonesische Indipendent Day gefeiert wird, üben die Schulkinder bereits heute schon im Takt zu laufen und zu salutieren. Einige sind auch Fahnenschwingend und trommelnd unterwegs. Denn am Feiertag selber gibt es Wettbewerbe zwischen den verschiedenen Gruppen.

 

 

 

Bukittiggi liegt auf 930 Metern eingebetet zwischen Vulkane auf einer fruchtbaren Hochebene, auf der intensiv Gemüseanbau betrieben wird. Mount Merapi ist mit 2891 Metern der höchste der aktiven Vulkane. Vom kostenpflichtigen Panorama- Park hat man einen schönen Blick auf den zerfurchten Ngarai- Canyon und den Mount Merapi. Im Felsmassiv, auf dem der Park angelegt ist, haben die Japaner im zweiten Weltkrieg ein weit verzweigtes Stollensystem als Munitionslager angelegt. Lobang Jepang genannt.

 

 

Nach Bukittiggi werden die Strassen etwas besser und breiter. Dies ist erfreulich, haben doch schon einige von uns den Gegenverkehr geküsst und dabei Seitenfenster und Rückspiegel ramponiert.
Auf einer landschaftlich reizvollen Fahrt durch Dschungel mit Wasserfällen und Schwimmbädern fahren wir weiter hinunter an die Küste nach Painan. Hier sind wir eine Riesenattraktion für die Bevölkerung. Wir kaufen lokalen Fisch und bereiten diesen unter wachsamer Begutachtung durch die gesamte Bevölkerung zu. Offenbar scheinen wir es gut gemacht zu haben, denn sie waren zufrieden mit unserem Geköche und streckten die Daumen hoch. Die Leute sind total herzlich und wollen alle Selfies mit uns, das ist ja lustig aber auf die Dauer auch anstrengend.

 

 

Schulstunde mit Beat

 

Am heutigen Tag leisten wir unserem “Dicken” wieder einmal eine Wäsche. Mit anderthalb Stunden Intensivwäsche und Gratiskaffee für 90’000 Rupien – umgerechnet knapp 7 Schweizer Franken – hätten wir jedoch nicht gerechnet. So sind wir halt wieder mal die Letzten auf dem Platz.

 

 

Das muslimische Opferfest steht bevor und wir fahren zu einem weiteren Strand an der Küste bei Mukomuko. Leider ist die Beach nicht zum Baden geeignet, da gefährliche Unterströmungen und grosse Wellen vorherrschen. Auch die blauen Beutel der Portugiesischen Galere locken nicht ins Wasser. Dafür ist es wunderbar schattig und windig, um mal einen Tag rumzuhängen. Am Abend gibt es einen gemeinsamen Grillabend mit leckeren Salaten und Tunfisch zwischen Bambusspiessen, zubereitet von der lokalen Bevölkerung.

 

 

Die Weiterfahrt nach Bengkulu führt durch viele Palmölplantagen und gestaltet sich sehr lange, da viele langsame Palmöllaster unterwegs sind. Leider erleidet eines unserer Fahrzeuge einen Zusammenstoss mit einem solchen Laster und muss notdürftig repariert werden. Die beiden Besitzer sind zum Glück mit dem Schrecken davon gekommen, müssen aber so wie es aussieht die Reise abbrechen. Ihr Mobil ist seitlich total zerfetzt, der LKW vorne völlig zerstört. Zu Personenschaden kam es Gottseidank nicht. Die Verhandlungen auf dem Polizeiposten dauern bis in alle Nacht. Das indonesische Gesetz benachteiligt leider hier die reicheren Ausländer auf der ganzen Linie. Auch wenn der LKW- Fahrer schuld am Unfall hat, müssen wir Ausländer bezahlen, sogar einen Anteil an den Schaden des LKWs!!! Ja, so ist das hier in Indonesien. Also heisst es für uns besonders vorsichtig und defensiv fahren!

 

 

In Bengkulu finden wir nach langer Zeit wieder einmal einen Supermarkt vor mit Joghurts, Butter, Fleisch und vielem was das Camperherz sonst noch erfreut. Unser Übernachtungsplatz befindet sich auf dem Burghügel eines alten Forts aus der britischen Kolonialzeit, erbaut zwischen 1730 und 1719 für die British East India Company. Im englisch- niederländischen Vertrag von 1824 wurde das Fort Benteng Marlborough den Holländern übergeben, im Gegenzug gaben die Holländer Malakka an die Briten ab und gaben ihren Widerstand gegen die britische Besetzung Singapurs auf. Auch die Japaner besetzten die Festung von 1942 bis 1945.

 

 

Von Bengkulu fahren wir anstelle über die Berge der Küste entlang. Die Strasse soll hier viel besser sein. Trotzdem ist es abschnittsweise sehr eng und kurvig und mit vielen Löchern und Brückenbaustellen gespickt. Die Fahrt führt entlang vieler Reisfelder und schönen Beaches. Ein Anhalten mit unserem „ Dicken“ gestaltet sich jedoch zur wahren Knacknuss. Umso mehr freut es uns, dass wir am Abend in Pantai Danau Kembar an einer wunderschönen Beach stehen. Leider ist auch diese nicht zum Schwimmen geeignet, da die Brandung sehr gross ist und eine gefährliche Unterströmung aufweist, daneben sollen sich noch Quallen und Haie im Wasser befinden. Trotzdem geniessen wir die Traumbeach. Hier würden wir am liebsten ein paar Tage bleiben! Doch die Ralley geht am nächsten Tag weiter.

 

 

Über unzählige steile und sehr steile Berg- Passagen, durch Regenwald des Nationalparkes Taman Nasional Bukit Barisan Selatan und entlang der wunderschönen Beach fahren wir eine sehr lange Fahretappe bis zu einem Wasserfall in der Nähe von Kota Agung.

 

 

Der nationale Feiertag rückt näher – auf allen Strassen finden Exerzier-Paraden der diversen Schulen statt. Für uns wirkt es jeweils wie Gespensterumzüge für den Film „ Das kleine Gespenst“. Ausserdem nutzen die Leute die freien Tage in Serie für Hochzeiten. Fast in jedem Dorf ist eine Festbühne mit Kings- und Queens- Sesseln für die Hauptpersonen und Plastiksesseln fürs Fussvolk aufgebaut. Auch die Verstärkeranlagen sind nicht ohne – laut hämmernde Bässe lassen unser kleines Auto erbeben- und wir sind froh, dass wir nicht eingeladen werden. Dies würden sie wahrscheinlich gerne, denn Selfies, besonders mit ausländischen Touristen scheinen der letzte Schrei zu sein und sind schneller auf Instagram und YouTube gestellt, als du verneinen kannst. Ein Nein wir zwar respektiert, aber nicht richtig verstanden – und in einem späteren Anlauf nochmals versucht, eines zu kriegen. Die Selfie – Kultur wird hier in Indonesien in Reinform betrieben und scheint sehr wichtig zu sein. Naja, hier ist eben auch die Bevölkerungsstruktur sehr jung und alle sind mit dem Handy unter dem Kopfkissen gross geworden.

 

 

 

Den Nationalfeiertag selber verbringen wir an einem schönen Strand im Südosten der Insel. Die eigentlich paradiesischen Strände sind leider alle ziemlich zugemüllt. Trotzdem entscheiden wir uns in einem Campingplatz an der Beach und nicht wie der Rest der Gruppe in einem Resort mit Pool, Restaurants und allen Annehmlichkeiten zu stehen. In der Nacht sind wir Mutterseelen allein – der Vollmond leuchtet orange, die Sterne glitzern und die Wellen rauschen – wunderbar!

 

 

Am zweiten Tag unternehmen wir mit lokalen Fischerbooten einen Ausflug auf eine Insel, wo wir Schnorcheln können. Leider ist Beat nicht seefest und muss passen. Das Inselparadies entpuppt sich erst mal als Müllkippe. Zum Glück habe ich meine thailändische Beachmatte dabei und habe es ziemlich gemütlich. Zum ersten Mal wird meine im Decathlon gekaufte Vollgesichts- Taucherbrille ausprobiert. Und ich bin total begeistert!!! Erstmal von der Tauchermaske,  zweitens vom Unterwasserleben. Soviel schöne und farbige Korallen und bunte Fische hätte ich hier nicht erwartet. Leider will die Gruppe schon um drei wieder zurück fahren. Da muss ich mich halt fügen. Gruppenreisen sind nicht immer lustig.

 

 

Heute, am 17. August ist indonesischer Nationalfeiertag.
Am 17. August 1945 verkündete Sukarno die Unabhängigkiet und die indonesische Flagge wurde das erste Mal gehisst. Wir sind eingeladen, am Morgen an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Beat und ich geniessen jedoch unsere Beach ganz für uns alleine so sehr, dass wir die National Feierlichkeiten mit Fahnen- Ehrung und Geschicklichkeitswettbewerben auslassen und später direkt zum Fährhafen von Bakauheni fahren. Denn heute ist die Überfahrt nach Java geplant. Pünktlich und mit einer Luxusfähre setzen wir in anderthalb Stunden von Sumatra nach Java über. Bist du an der Fortsetzung unserer Weiterreise über Java, Bali, Lombok und Flores bis nach Osttimor interessiert, freut uns dies. Auch über einen Kommentar im Reisetagebuch freuen wir uns.

 

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