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Teil 11: Indonesien 2 - Java - Columbus Reisetagebuch
Columbus Reisetagebuch

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt (Lao Tse)

Teil 11: Indonesien 2 – Java

Java- Indonesien Teil 2  –  vom 17. bis 27. August 2019

Am 17. August 2019, dem indonesischen Nationalfeiertag verschiffen wir von Sumatra nach Java und fahren nach der Fährüberfahrt noch bis zu einem technischen Übernachtungsstopp nach Cilegon. Hier verlassen uns leider Tony und Nelly, unsere Unglücksraben. Sie werden ihr defektes Auto soweit richten lassen, dass es von Jakarta zurück nach Hause verschifft werden kann. Für uns Anderen geht die Ralley weiter. Drückt uns die Daumen, dass nicht noch mehr Fahrzeuge in Indonesiens höllischem Strassenverkehr Schaden nehmen.

 

 

Die Insel Java mit einer der grössten Bevölkerungsdichten weltweit werden wir ziemlich schnell durchfahren und auf unserer Durchreise bloss einige ausserordentliche Sehenswürdigkeiten heraus picken. Das schnellere vorwärts Kommen auf Java gelingt dank einem guten ausgebauten Autobahnnetz. Die Autobahnen auf Java sind mautpflichtig und werden mittels vorher aufladbarer Karte an den Tollstations bezahlt. Die Aufladung mit Guthaben gestaltet sich jedoch als Knackpunkt. Da war von Wiederaufladung in jedem Indomaret oder Alfamarkt die Rede. Unser Team musste jedoch bis zu 40 Läden anfahren, bis alle unsere Fahrzeuge mit solchen Autobahnkarten bestückt waren. Dieses relativ neue System mit den aufladbaren Karten dient der Korruptions- Vorbeugung.

 

Besuch eines Batik- und eines Silberschmuck- Ateliers

 

Den Grossraum Jakara mit seinen 27 Millionen Einwohnern umfahren wir am Rande, um den Park Taman Mini Indonesia Indah zu besuchen. Das riesige Ausstellungsgelände präsentiert dem Besucher eine Miniatur Ausgabe Indonesiens mit überlieferten Techniken und aus authentischem Baumaterial wurden hier typische Häuser aus allen 33 Provinzen nachgebaut. Ausserdem befinden sich auf dem Gelände mehrere Theater, Musikhallen und Restaurants, ein Verkehrsmuseum, ein Wissenschaftliches Museum und verschiedene Parks für Familien. Verbunden sind alle Parkteile mit einer Gondelbahn. Wir besuchen vor allem die landestypischen Häuser und die grossartige Sammlung aus Volkstrachten und Hochzeitskleider der verschiedenen Inseln, aus denen Indonesien sich zusammen setzt. Indonesien zählt 17‘000 Inseln. Es ist gerade Sonntag und im Park Mini Indonesia ist viel los. Viele Familien mit ihren Kindern kommen hierher. Auch Hochzeiten werden hier gefeiert.

 

 

Beim Rausfahren aus dem Metroplraum erhalten wir doch noch ein Müsterchen des enormen Verkehrsaufkommen von Jakarta – wir geraten auf der Autobahn in einen Monsterstau. Wegen den Baustellen für den Bau der neuen Hochbahn werden so aus zwei Spuren plötzlich kreative sechs Spuren. Die neue Hochbahn soll das Verkehrsproblem des Ballungsraumes etwas lindern. Die Regierung will jedoch die Hauptstadt Jakarta bis 2024 nach Borneo verlegen: Erstens aus Platzmangel, zweites versinkt der Norden der Stadt langsam im Meer. Zwischen 3mm bis 6cm im Jahr soll sich der Boden im Norden von Jakarta absenken, an manchen Stellen sogar bis zu 20 cm. Bereits 40 Prozent von Jakartas Fläche liegen unter dem Meeresspiegel. Bis 2030 könnte der Norden Jakartas permanent unter Wasser stehen. Der morastige Boden, die regelmässigen Überflutungen durch Flüsse und die vielen illegalen Wasserbohrungen tragen zu diesen immensen Überschwemmungen bei.

 

 

Mit Zwischenstopps in Karawang und in Tegal an der Nordküste fahren wir nach Yogyakarta, um die beiden berühmten Tempelanlagen zu besichtigen.
Der Borobudur Tempel bei Yogyakarta ist das grösste hinduistische Baudenkmal weltweit. Im 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, also mehrere Jahrhunderte vor dem Bau der grossen Kathedralen in Westeuropa und etwa 300 Jahre vor der Grundsteinlegung von Angkor Wat in Kambodscha wurde diese kolossale Stufenpyramide als krönender Höhepunkt der Shailendra- Dynastie errichtet. Der Borobudur verbindet die Idee der buddhistischen Stupas mit der des heiligen Welten- Berges Meru, dem symbolischen Sitz der Götter.
Dieser Tempel diente aber bloss knappe 100 Jahre als Wallfahrtsort für Pilger. Im Jahre 930 wurde Zentraljava ohne ersichtlichen Grund, möglicherweise wegen eines Ausbruches des Merapi- Vulkanes verlassen. Etwa 1000 Jahre lang geriet der Tempelkomplex in Vergessenheit. Überwuchert von tropischer Vegetation wurde er erst 1814 von einem britischen Kolonialbeamten wieder entdeckt.

 

 

Der Tempelkomplex von Prambanan, in dessen Nähe wir campieren, ist ein Meisterstück Hindu- Javanischer Tempelarchitektur. Charakteristisch ist die hohe und spitze Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, sowie die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das 47 Meter hohe Hauptgebäude. Die ganze Anlage setzt sich aus acht Haupttempeln, sowie etwa 250 Einzeltempeln zusammen. Viele davon sind heute bloss noch Steinhaufen. Die drei grössten Schreine sind den drei Göttern Shiva dem Zerstörer, Vishnu dem Bewahrer und Brahma dem Schöpfer geweiht. Dies entspricht dem Trimurti, der Hindugötter – Trinität, die sich in fast allen hinduistischen Tempelanlagen wiederfindet.
Im 9. Jahrhundert wurden die buddhistischen Shailendra von der aufstrebenden hinduistischen Mataram- Dynastie nach Sumatra abgedrängt. Vermutlich wurde dieser Tempelkomplex als Zeichen für den Sieg und als hinduistisches Pendent zu Borobudur geschaffen. Doch mysteriöser Weise wurde auch dieser Tempel nach ein paar Jahrzehnten verlassen und begann zu zerfallen. 1549 zerstörte ein Erdbeben die ganze Anlage fast vollständig. Drei Jahrhunderte lang diente der Prambanan als Steinbruch für den Bau von Strassen und Häusern. Nach dem Wiederaufbau der Haupttempel wurde die Anlage 2006 wieder von einem Erdbeben zerstört.

 

 

Besuch eines Schattenfiguren – Theaters

 

Neben Jogykakarta ist natürlich der Vulkan Bromo ein weiteres Highlight, das wir auf unserer Javadurchreise nicht missen dürfen. Der 2329 Meter hohe Bromo ist der jüngste Krater des Tengger- Vulkan- Massivs und einer der aktivsten Vulkane auf Java. Das Bromo- Tengger- Massiv ist Teil einer Vulkankette, die sich entlang des Sundabogens erstreckt. Es handelt sich dabei um Vulkane, die durch das Absinken der indo-australischen Platte unter die eurasische Platte entlang des Sundagrabens entstanden sind.
Um den Sonnenaufgang am Bromo zu erleben werden wir um 3 Uhr in der Nacht mit zwei Minibussen abgeholt und fahren in etwa 60 Minuten bis zum Bergdorf Cemoro Lavang. Mit Jeeps fahren wir nochmals etwa eine halbe Stunde bis zum Kraterrand auf 2200 Meter. Die letzten paar Meter geht es zu Fuss, mit Stirnlampen und Atemschutzmasken ausgerüstet bis zum Sunrise Point. Natürlich sind wir nicht alleine hier oben. In Wollmützen und dicke Tücher eingewickelt warten Hunderte von anderen Schaulustigen auf das Spektakel. Aber wie das so ist mit Sonnenaufgängen, wird man meist enttäuscht. Zudem steigt die Sonne in den Tropen sehr schnell auf, dann ist der Zauber dahin.

 

 

Viel spannender als die dem Osten zugewandte Seite ist die Krater Seite. Der Blick auf den höchsten Vulkan Indonesiens mit 3676 Metern Höhe und das Sandmeer der Vulkanlandschaft des Bromo- Tengger- Semeru Nationalparkes ist sehr beeindruckend. Den wechselnden Stimmungen der Nebelwolken und Staubwolken des fliegenden Sandes könnten wir Stunden lang zuschauen. Doch das Morgenbuffet in der nahe gelegenen Bromo View Lodge ruft. Gestärkt mit Indonesischer Suppe und würzigem Reis machen wir uns auf zum Krater. Doch kaum aus dem Jeep gestiegen werden wir von einem starken Sandsturm erfasst. Trotz Atemschutzmasken und gewickelten Tüchern um den Kopf sitzt in kürzester Zeit aller feinster schwarzer Lavastaub in jeder Hautfalte und – in Augen, Mund und Nase!

 

 

Wir kämpfen uns trotz Sandsturm hoch bis zum Kraterrand des Bromo, doch leider haben wir Pech, der Blick in den Krater öffnet sich für uns nicht wirklich. Für ein paar Zehntels- Sekunden sehen wir einen Rauch aus der Tiefe aufsteigen und die schwefeligen Dämpfe beissen in der Nase. Die Windböen und der Sandsturm hier oben am Kraterrand sind so heftig, dass wir uns nicht getrauen, die ausgesetzten schmalen Passagen um den Kraterrand zu begehen. Ein grosser Teil der Gruppe kam sogar nicht einmal bis hier nach oben. So wurde aus dem ganztägigen Ausflug ein Halbtagesausflug.

Schneller als geplant sind wir wieder zurück auf dem Stellplatz, wo wir die Dauer- Beschallung durch die Muezzins der umliegenden Moscheen und die lauten Musiken der diversen Festivitäten ausgiebig geniessen können. Auch in der Nacht scheint Java nicht zur Ruhe zu kommen. Dank Ohrstöpseln kommen wir einigermassen zu ein paar Stunden Schlaf, bis um 4 Uhr Morgens die Kakafonie von neuem beginnt.

 

Unterwegs auf Java

 

Über die Landstrasse 1 und den Nationalpark Baluran – die Autobahn hört in Probolinggo auf – geht es zu unserem letzten Stopp auf Java. Hier im Osten der Insel ist es merklich trockener und erinnert uns an Australien. Mit gefakten Auto- Unfällen versuchen hier ein paar besonders Schlaue an unser Geld zu kommen.

 

 

 

An einer Beach an der Ostküste mit Blick auf Bali, geniessen wir zwei Tage auf einem Rastplatz am Strand von Watu Dodol, einem Tauch – und Schnorchelparadies. Die Korallengärten werden hier wieder künstlich aufgebaut, Schildkröten sollen hier ebenfalls leben. Wir haben leider keine gesehen. Zum Schnorcheln hat es für meine Bedürfnisse einfach zu viel Wind und Wellen.

 

 

 

So geniesse ich den Schnorchelausflug zur unbewohnten balinesischen Insel Menjangan ganz besonders. Menjangan heisst übersetzt Hirschinsel und ist unbewohnt. Und tatsächlich sehen wir welche, im Nationalpark Taman Nasional Bali Barat auf Bali, sowie auf der Hirschinsel selber. Wir fahren mit unserem Boot drei Schnorchelstellen an. Und ich bin begeistert, was ich als Schnorchel- Anfängerin da alles zu sehen kriege. Angefangen von farbigen Korallen, über leuchtend blaue Seesterne, riesige Fischschwärme bis Unmengen an bunten Fischen kriege ich alles vor die Brille. Das Meer ist ziemlich rauh und kühl zu dieser Jahreszeit und es weht ein kräftiger Wind. Beat musste leider passen, weil ihm die Schiffahrt zur Insel mit seiner ziemlich rauhen Schiffspassage durch die Meerenge zwischen Java und Bali verbunden war – der sogenannten Balistrasse – zu wellig war.

 

 

Am Abend wird für uns von der lokalen Bevölkerung Fisch grilliert. Und zwar so frisch, dass während auf dem Grill bereits die Kohlen glühten, draussen im Meer die Taucher mit Lampen ausgerüstet auf der Suche nach weiterem Grillgut unterwegs sind. Wir hoffen trotzdem, dass am nächsten Morgen noch ein paar der bunten Fische herum schwimmen.
Gewöhnungsbedürftig hier auf Java ist, dass es so früh dunkel wird. Und mit Frieren auf Indonesien haben wir sowieso nicht gerechnet. Doch seit Java wird es temperaturmässig merklich frischer und die Nächte sind sogar recht kühl. Eigentlich kein Wunder, steht doch zur Zeit die Sonne bei uns im Norden.

 

Am 26. August, nach just 10 Tagen verlassen wir Java bereits wieder. Um die Mittagszeit nehmen wir eine der unzähligen Autofähren zwischen Java und Bali. Immer näher kommen wir somit unserem Verschiffungsziel Osttimor und den letzten Inseln des indonesischen Feuerringes – Bali, Lombok, Sumbawa, Komodo, Flores und Westtimor liegen bereits in Reichweite. Wie werden sich die letzten Inseln Indonesiens noch verändern? Wir werden es berichten.

 

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