Warning: Use of undefined constant response - assumed 'response' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/reisetag/public_html/columbus-reisetagebuch/wp-content/plugins/mactrak/wp_mactrak_plugin.php on line 670

Warning: Use of undefined constant feedMessageResponse - assumed 'feedMessageResponse' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/reisetag/public_html/columbus-reisetagebuch/wp-content/plugins/mactrak/wp_mactrak_plugin.php on line 670

Warning: Use of undefined constant totalCount - assumed 'totalCount' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/reisetag/public_html/columbus-reisetagebuch/wp-content/plugins/mactrak/wp_mactrak_plugin.php on line 670

Warning: Use of undefined constant response - assumed 'response' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/reisetag/public_html/columbus-reisetagebuch/wp-content/plugins/mactrak/wp_mactrak_plugin.php on line 672

Warning: Use of undefined constant feedMessageResponse - assumed 'feedMessageResponse' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/reisetag/public_html/columbus-reisetagebuch/wp-content/plugins/mactrak/wp_mactrak_plugin.php on line 672

Warning: Use of undefined constant messages - assumed 'messages' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/reisetag/public_html/columbus-reisetagebuch/wp-content/plugins/mactrak/wp_mactrak_plugin.php on line 672

Warning: Use of undefined constant message - assumed 'message' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/reisetag/public_html/columbus-reisetagebuch/wp-content/plugins/mactrak/wp_mactrak_plugin.php on line 672
Teil 14: Indonesien 4 - Timor und Osttimor - Columbus Reisetagebuch
Columbus Reisetagebuch

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt (Lao Tse)

Teil 14: Indonesien 4 – Timor und Osttimor

Timor und Osttimor  – 15. September bis 3. Oktober 2019

Heute am 15.9.2019 steht die längste Fährüberfahrt auf dem indonesischen Archipel an. Am Vorabend haben wir am kleinen Hafen in Larantuka mit „End of the world Feeling“ übernachtet. Um etwa 10 Uhr beginnt die Beladung der Fähre. Drei Stunden und ein paar Nervenstränge später, um 13 Uhr legen wir mit Kurs Kupang in Westtimor ab.

Fast scheiterte die Beladung, weil nicht alle Fahrzeuge Platz zu haben schienen, oder wir so eng stehen müssten, dass wir nicht mehr in unsere Fahrzeuge kommen würden. Doch bei einer erwarteten Fahrzeit von 20 Stunden wäre dies gar nicht lustig. Der erste Offizier gibt uns auch klar zu verstehen, dass wir nicht abfahren werden, bis alle Kleinlaster und Mofas ebenfalls an Bord seien – falls nicht, sollen wir wieder raus fahren oder das Schiff privat für unsere Gruppe mieten. Wir hoffen auf ein Wunder!
Unsere Fahrzeuge werden rückwärts wieder raus gefahren und neu geordnet. Und siehe da, plötzlich finden alle Platz, zwar dicht ineinander verpackt, doch die Ladeklappe der Fähre lässt sich schliessen und die Reise zu unserer letzten indonesischen Insel kann beginnen.

 

 

Das Personendeck ist hoffnungslos überladen, wir flüchten uns mit unseren Beachmatten auf das Oberdeck, das eigentlich der Crew vorbehalten wäre. Später wird es dann für alle Passagiere geöffnet. Doch die meisten Familien liegen unten oder kreuz und quer unter und sogar auf dem Dach der LKWs und – unserer Womos! Freilaufende Hühner und eingesperrte Ziegen ergänzen das Bild, so dass wir uns auf einem hoffnungslos überfüllten Flüchtlingsschiff wähnen. Der Zugang zu unserem LKW ist mit liegenden Menschen, stillenden Frauen und weinenden Kleinkindern umlagert. Wir müssen über Köpfe steigen und uns den Durchgang erbitten, um am Abend in unserem Bett liegen zu können.

 

 

Um Mitternacht wird die Taktung des Schiffsmotors langsamer, ich schaue aufs Handy und sehe, dass wir bereits im Hafen von Kupang einlaufen. Kupang ist ein Exporthafen und Hauptstadt der indonesischen Provinz Ost- Nusa Tenggara. Bereits im 16. Jahrhundert war die Bucht bei Kupang ein guter natürlicher Hafen für den Export von Sandelholz. Heute ist sie auch Bischofssitz und Universitätsstadt.

Nach 11 einhalb Stunden Fahrt haben wir es bereits überstanden. Wir stellen uns in den Hafen und schlafen bis es hell wird. Erst dann machen wir uns auf durch die Stadt an die Lasiana Beach, wo wir am Strand eines kleinen Beach Cafés stehen. Während am nächsten Morgen Beat zum Einkauf in die Stadt fährt, um Putzmittel für unsere bevorstehende Putzaktion in Dilli zu erstehen, sortiere ich die Lebensmittel in verschiedene Kisten und verbacke den gesamten Mehlvorrat zu Muffins und Focaccia Broten.
Unsere Reise geht langsam seinem Ende zu. Auf Timor werden wir bloss noch zwei Orte anfahren um danach über die Grenze nach Osttimor und Dilli, dem Verschiffungshafen unserer Reise nach Australien, zu gelangen.

 

 

Die Landschaft ist merklich trockener geworden und ähnelt eher Afrika oder Australien, als einer tropischen Insel. Überhaupt ist die Vegetation und auch einige Vögel mit denen Australiens vergleichbar. Hierher sollen sogar Salzwasserkrokodile von Australien rüber schwimmen und die Ufer unsicher machen. Doch Mitte September sind wir am Ende der Trockenzeit unterwegs, im November wird sich die Landschaft in Timor sicher total verändern.
Durch eine Savannen artige Landschaft, breite Flusstäler und tolle Berglandschaften fahren wir nach Kefamenanu, wo wir bei einer Kirche stehen um Nellys 25. Geburtstag zu feiern. Die Region ist seit 2007 Zentrum der Manganförderung. Während der Krise in Osttimor befand sich in Kefamenanu eines der Flüchtlingslager für Osttimoresen, die 1999 hierher zwangsevakuiert wurden.

 

 

Touristen sind sich die Timoresen eher nicht so gewöhnt und freuen sich über jedes westliche Gesicht. Die Selfie- Sessions nehmen wieder mal kein Ende. Am Morgen werden wir vom Gesang der Internatsschülern der angegliederten Schule der katholischen Kirche geweckt. Sie singen extra für uns. Sogar für Röslies Geburtstag ( Beats Mutter) singen sie uns ein Geburtstagslied ins Handy.

Über eine weitere landschaftlich reizvolle, aber Strassen mässig eher unterdurchschnittliche Strasse mit vielen Bodenwellen und sich im Bau befindenden Brücken fahren wir bis an den Strand nach Atapupo, dem letzten Ort in Westtimor. Noch einmal können die geländegängigen Gefährte direkt auf dem Strand stehen. Einige graben sich auch ein und müssen mühsam frei geschaufelt werden.

 

 

An der Beach leben viele Schweine, Kühe, Hühner und Hunde. Die Familien hier leben sehr einfach als Selbstversorger. Der Strand ist zum Schwimmen mässig geeignet, da das Wasser sehr flach und bei Ebbe praktisch nicht mehr vorhanden ist. Doch für Erkundungstouren ist der Tiddenstrand super geeignet und bietet einige Überraschungen. Wurmartige leuchtend orange Tiere mit Saugnäpfen und Tentakel wie bei Tintenfischen, vielleicht Meeres-Würmer? –  auch anemonenartige Würmer und viele Seesterne bevölkern den Meeresboden.

 

 

Wir geniessen nochmals zwei Tage “Arbeits- Strandleben” mit Kleider sortieren, vorputzen und Listen ergänzen. Am Abend feiern wir den Abschied unserer indonesischen Guides Bintang und August, dem Fahrer Bowo und Augusts Sohn Johannes.

 

 

Am frühen Morgen machen wir uns auf zur nahen Timoresischen Grenze. Das Grenzgebäude auf westtimoresischen Seite ist supermodern und will gar nicht in die sonst so ärmliche Gegend passen. Es ist unsere letzte gemeinsame Grenze auf dieser Reise und nimmt etwa zwei Stunden in Anspruch, mit Carnets ein – und aus stempeln. Der schön angeschriebene Dutyfree Shop ist leider Fake, da geschlossen oder gar nicht vorhanden?

 

 

Nach zwei Stunden sind wir in Osttimor eingereist. Es soll ein bitterarmes Land sein. Die anfänglich superguten und durch Australien gebauten Strassen sind leider schnell zu Ende. Nach ein paar Kilometern kommt’s fahrtechnisch knüppeldick. Alle Register an Strassenzuständen unserer Reise dürfen nochmals durchlebt werden: Von super neuen Teerstrassen bis zu staubigen und matschigen Umleitungen über die Berge, enge und schmale sich im Bau befindende Küstenstrassen hoch über der Steilklippe und Brücken die umfahren werden müssen hat die letzte Etappe alles zu bieten. Dies wahrscheinlich unter dem Motto “saubere Autos putzen lohnt sich nicht”. So sind wir bei Ankunft alle ganz staubig und das Putzen für das Verschiffen lohnt sich auf jeden Fall.

 

 

Die Gegend von Osttimor ist faszinierend schön und kann so gar nicht eingeordnet werden. Befinden wir uns noch im indonesischen Archipel oder bereits wieder in Europa, den Kanaren, den Kapverden oder doch schon in Australien? Von allem ist etwas dabei. Die Sprache hier ist Portugiesisch und Tetum. Aber auch viele weitere Sprachen werden in Osttimor gesprochen, je nachdem woher die ursprüngliche Bevölkerung auf das Inselreich eingewandert ist.

 

 

Timor Leste ist nach langen und blutigen Bürgerkriegen seit 2002 unabhängig. Timor heisst eigentlich bereits Osten. Timor Leste ist somit der Osten vom Osten, irgendwie das Ende halt. Nachher kommt lange nichts mehr.
Dili mit etwa 250’000 Einwohnern ist die Hauptstadt, von wo aus wir verschiffen werden. Gerne hätten wir Osttimor noch ein bisschen bereist und die superschönen Beaches genossen. Doch zunächst geht es eine Woche lang ans Putzen der Fahrzeuge.
Um 16 Uhr am 22. September 2019 haben wir nach 27’000 Kilometern unser Ziel dieser Reise erreicht. Wir quartieren uns für die nächsten Tage in Dili in das Hotel The Ramelau ein.

Das Hotel ist soweit in Ordnung, das Restaurant zum Glück ausgezeichnet, der Platz zum Putzen eher nicht. Es ist staubig und heiss und hat null Schatten. Wir putzen 8 Tage lang von morgens früh bis abends spät, fahren zwischendurch drei mal die Waschstrasse an. Da ich am zweiten Putztag ausgerutscht bin und den Kopf, die Rippen, Knie, Ellbogen gestaucht und vor allem die Lippe aufgerissen habe, vertrage ich die Sonne überhaupt nicht mehr und putze vor allem drinnen. Nelly hat uns zum Glück ebenfalls geholfen, sie hat das Batterienfach klinisch gereinigt, mir unter den Lederpolstern mit Wattestäbchen Stäubchen um Stäubchen rausgeholt. Endziel der Reinigung ist ” as clean as new” – so dass die weissen Handschuhe des Quarantäneinspektors weiss bleiben.

 

 

Mit alleinigem Putzen ist die Aktion aber noch nicht beendet, alles im Wagen Verbleibende muss mit Zetteln versehen und in einer fünfseitigen Liste festgehalten werden. Für den Zoll kommt nochmals ein extra Formular mit Deklaration eventuell heikler Lebensmitteln und Gewürzen, einem Blatt mit genauester Auflistung aller Medikamente und dem Beschrieb aller deklarationspflichtigen Gegenständen wie Ledersandalen, Daunenkissen und Holzgegenstände. Einige haben ihre Holzmöbel des Innenausbaues noch lackiert und wir für die Zurrpunkte gelbe Markierungen gestrichen.
Mittlerweile sind am Ende der Woche alle ziemlich geknüttelt, so kommt uns Beats Geburtstag und die Abschiedsfeier am 30. September gerade recht. Es gibt ein tolles Barbecue, wieder mal Wein und eine tolle timoresische Band, die für uns spielt und eine Geburtstagstorte in doppelter Ausführung! Ein unvergesslicher Abend und wunderbarer Abschluss!

 

 

Unterdessen ist auch bekannt, dass der Timor Trader die Route geändert hat und wir somit nicht mehr den Umweg über Singapur fahren müssen, sondern von Dili direkt nach Darwin verschiffen können. Dafür kommt das Schiff erst zwei Wochen später und die Fahrzeuge bleiben zwei Wochen in Dili stehen.
Wir haben unseren Flug nach Darwin erst am 3. November 2019 gebucht und können so in Ruhe und unter weniger Druck fertig putzen und räumen. Einige Kleider und Schuhe verschenken wir direkt dem Hotelpersonal. Eine ganze Kiste mit Lebensmitteln, die wahrscheinlich die australische Quarantäne nicht passieren würde, wird von unserem Guide in sein Bergdorf gefahren und dort an arme Familien verteilt.

Da wir in der ganzen Zeit nie einen Fuss ausserhalb des Hotelgeviert gesetzt haben,  gönnen wir uns auch einen Strandausflug an eine der tollen nahe gelegene Beaches von Dili. Wau – tut das gut mal wieder zu entspannen und dem “Putzgefängnis Ramelau” zu entkommen. Fast bedauern wir es, nicht noch mehr von Osttimor bereist zu haben. Timor Leste gefällt uns ausserordentlich gut: Schöne Landschaften, wunderbare Strände, kein Abfallproblem, nette Menschen, eine Sprache, die wir bruchstückhaft verstehen. Fast kommt so etwas wie ein Heimatgefühl auf hier in der sehr entfernten Fremde.

 

 

Pünktlich am 3. November 2019 besteigen wir das erste Mal auf unserer Reise ein Flugzeug. Wir fliegen nach Darwin, wo wir für die Übergangszeit einen Toyota Troopcarrier mit Dachzelt gemietet haben, um die Naturparks des australischen Norden bereisen zu können. Denn mittlerweile sind wir etwas spät dran und hoffen, nicht in die Regenzeit mit überfluteten und gesperrten Strassen zu kommen.
Interessiert es dich, wie unsere Abenteuer in Australien aussehen, dann freut es uns, wenn du mitliest und uns deinen Kommentar schickst.

 

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

1 Kommentar

  1. Edith November 7, 2019

    hallo ihr zwei. ich verliere mich gerade wieder in eurem spannenden reisebericht. toll! gute weiterreise und
    liebe gruesse aus uster

Antworten

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© 2020 Columbus Reisetagebuch

Thema von Anders Norén